Eingetragen von Bernd Stromenger am 17.10.2015
Rund 150 Besucher bei Veranstaltung für Ehrenamtliche in Flehingen

Oberderdingen-Flehingen (fjv). Mit etwa 150 Besuchern war die Schlossgartenhalle in Flehingen voll besetzt. Sie alle folgten der Einladung zum Treffen für ehrenamtlich engagierte Bürger im Bereich Flüchtlingshilfe. Initiiert und durchgeführt wurde dieses Treffen von den Kirchengemeinden und der politische Gemeinde Oberderdingen.

FluechtlingeDer Flehinger Ortsvorsteher Klaus Hilpp stellte in seiner Begrüßung die Ziele dieser Zusammenkunft dar: „Wir wollen uns bestmöglich auf die Ankunft, Betreuung und Unterbringung der erwarteten Flüchtlinge vorbereiten. Die anstehenden Aufgaben sind nur mit dem ehrenamtlichen Engagement vieler Mitbürger, Vereinen und Organisationen zu lösen. Dieses Engagement in die Wege zu leiten und mit den bestehenden staatlichen Hilfsmaßnahmen zu koordinieren ist das vorrangige Ziel des heutigen Abends.“ Laura König von der Koordinierungsstelle für Flüchtlingsarbeit der Diakonie Mühlacker stellte ein Flüchtlingsbetreuungskonzept vor, das sieben Arbeitsbereiche umfasst. Jeder Bereich wird von einem Koordinator geleitet: Sprachkurse und Hausaufgabenhilfe (Ditta Grefe-Schlüntz), Dolmetschen (Rüdiger Leicht), Alltagsbegleitung (Werner Bär), Freizeitangebote (Wolfgang Wagner), Begegnungsmöglichkeiten (Hans-Joachim Greulich), Kleiderspenden (Karin Sebold) und Geldspenden (Bernd Stromenger).

In einer Pause hatten die Besucher die Möglichkeit, sich in Beteiligungslisten einzutragen. Von dieser Möglichkeit wurde rege Gebrauch gemacht. Ingo Gießmann, Abteilungsleiter Asyl vom Landratsamt stellte sich dann den Fragen und gab wichtige Informationen zur Flüchtlingssituation. Insgesamt werden 98 Flüchtlinge erwartet. Anfang Dezember werden voraussichtlich die ersten 25 bis 30 Asylbewerber eintreffen. Bis dahin werden die erforderlichen Räumlichkeiten in der ehemaligen Süßwarenfabrik Hirsch bezugsfertig sein.

„Je zur Hälfte werden wir die Räumlichkeiten mit Familien und mit Einzelpersonen belegen. Der Aspekt der sozialen Verträglichkeit spielt dabei eine große Rolle. So weit wie möglich wollen wir Personen und Gruppen zusammen unterbringen, die zumindest die gleiche Sprache sprechen. Kommunikation untereinander ist mit die wichtigste Voraussetzung für ein möglichst problemloses Miteinander“ erklärte Gießmann.

Drei hauptamtlich bestellte Personen werden für die Gemeinschaftsunterkunft in Flehingen zuständig sein, teilte Gießmann weiter mit..

Quelle: BNN