Eingetragen von Bernd Stromenger am 22.04.2014

Oberderdinger DRK zieht bei Versammlung Bilanz

MV 2014_1Oberderdingen. Gut besucht war die diesjährige Mitgliederversammlung des DRK-Ortsverbandes Oberderdingen. In seiner Begrüßung äußerte Vorsitzender Bernd Stromenger sein Bedauern darüber, dass nur wenige der insgesamt über 600 passiven Mitglieder des Vereins den Weg zur Versammlung gefunden hatten. In seinem Jahresbericht unterstrich Stromenger die Bedeutung der Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation “ Friedensdorf International“, die verletzte Kinder aus Krisen- und Kriegsgebiete nach Deutschland fliegt. Auch im vergangenen Jahr hat sich der Ortsverein an dieser humanitären Hilfsaktion beteiligt und den Transport der zum Teil schwerstverletzten Kinder vom Flughafen in ausgesuchte Spezialkliniken übernommen.

Als wichtiges Ereignis bezeichnete der Vorsitzende die Anschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens (MTW). Er bedankte sich bei allen Sponsoren und Spendern für ein Spendenaufkommen in Höhe von über 20.000 EUR. Insbesondere dankte er Bereitschaftsmitglied Raimund Vieth, der den gesamten Umbau des MTW’s ehrenamtlich in seiner Freizeit durchgeführt hat.

Bereitschaftsleiter Matthias Vieth informierte in seinem Bericht die Versammlung über den Ausbildungsstand und die Einsätze seiner auf 34 Mitgliedern angewachsenen Bereitschaft. Insgesamt wurden im letzten Jahr 1166 Stunden für Ausbildung und Fortbildung aufgebracht. „Dieser Aufwand ist äußerst wichtig. Nur so können wir im Ernstfall bestmögliche Hilfe leisten“ sagte Vieth. Die Oberderdinger Notfallhilfe rückte im vergangenen Jahr zu 42 Einsätzen aus, bei denen insgesamt 39 Patienten erstversorgt wurden.

Der Bereitschaftsleiter unterstrich auch die Bedeutung der Sanitätswachdienste. Die Bereitschaft übernahm 33 Wachdienste, bei denen insgesamt 850 Einsatzstunden geleistet und 138 Patienten versorgt wurden. Wichtige Termine waren die Blutspenden in der Aschingerhalle. Im vergangenen Jahr konnte der DRK-Blutspendedienst mit 337 Blutkonserven den Heimweg antreten. Als wichtige Aufgabe bezeichnete Vieth auch die Mitarbeit im Katastrophenschutz.

Vieth kündigte an, sich aus privaten Gründen auf der nächsten Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wahl des Bereitschaftsleiters zu stellen. „Ich gebe dies bereits heute bekannt, damit genügend Zeit bleibt, einen Nachfolger zu finden.“

Für die krankheitsbedingt fehlende Kassiererin Carolin Escalante berichtete DRK-Chef Stromenger über eine ausgeglichene Finanzlage des Vereins. Kassenprüfer Jens Schindler bestätigte eine korrekte Kassen- und Buchführung. Die Entlastung der Kassiererin und des Vorstandes wurde anschließend einstimmig durchgeführt.

Für fünf Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Nils Stromenger, Kerstin Schmieder und Sebastian Schneider geehrt. Eine Urkunde für zehn Jahre aktive Mitgliedschaft erhielt Bernd Stromenger. Für 20 Jahre wurden Caroline Escalante und Kerstin Stromenger ausgezeichnet. Ralf Diemer erhielt zudem eine Urkunde für 30 Jahre aktive Arbeit im und für den DRK Ortsverein.