Eingetragen von Bernd Stromenger am 13.02.2014
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v.l.n.r. Bernd Stromenger, Sarah Burmeister Grundmann, Matthias Vieth

Oberderdingen – Bereits zum dritten Mal nahm das DRK Oberderdingen an einem humanitären Hilfseinsatz für Kriegsopfer teil. Im Rahmen der Arbeit des Vereins „Friedensdorf e.V.“ übernahmen die Oberderdinger DRK-Helfer den Transport verletzter Kinder. Mehrmals jährlich chartert der in Oberhausen ansässige Verein „Friedensdorf e.V.“ Flugzeuge, um Kinder aus Krisengebieten einzufliegen. Dieses Mal landeten über 90 Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten wie Tadschikistan, Afghanistan, Usbekistan und Georgien auf dem Flughafen Düsseldorf. Die DRK-Helfer Sarah Burmeister-Grundmann, Bernd Stromenger und Matthias Vieth warteten gemeinsam mit etwa 50 anderen Helfern aus der gesamten Bundesrepublik auf die Landung der gecharterten Maschine.

Friedensdorf 2014_2Mit zweistündiger Verspätung landete die Maschine der East Air sicher auf dem Flughafen und rollte abseits der üblichen Rollwege aus. Unter Begleitung der Flughafensicherheit fuhr der Konvoi auf das Vorfeld. Während Matthias Vieth das Fahrzeug zur Aufnahme der jungen Patienten vorbereitete, eilten Sarah Burmeister Grundmann und Bernd Stromenger ins Flugzeug, um beim Aussteigen der Kinder zu helfen. Nach nur 20 Minuten waren alle Kinder auf die bereitstehenden Rettungsfahrzeuge verteilt und der Konvoi verließ den Sicherheitsbereich des Flughafens. Nach kurzer Fahrt hielt das Oberderdinger DRK Team an, um sich um die beiden jungen Patienten zu kümmern und sie für die Fahrt vorzubereiten.

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Sarah Burmeister Grundmann bei der Betreuung der jungen Patienten

Beide Kinder im Alter zwischen 8 und elf Jahren litten an schweren Verletzungen, die in Ihrem Heimatland nicht behandelt werden können. Nach einer nur sehr schwer durchführbaren Kontaktaufnahme und dem Anlegen der Sicherheitsgurte startete der Transport ins nahe gelegene Johanniter Krankenhaus in Duisburg. Hier wurde der erste kleine Patient bereits von den Ärzten erwartet. Nach einem kurzen Übergabegespräch war das nächste Ziel der nächtlichen Reise das Vinzenz-Palotti-Hospital in Bergisch Gladbach. So konnte das zweite Kind bereits gegen 22:00 Uhr in der dortigen Notaufnahme übergeben werden.

„Es ist unvorstellbar, wie groß das Leid der einzelnen Kinder ist und welche Strapazen die Kleinen in einem für sie völlig fremden Land erleben müssen“, schildert Sarah Burmeister Grundmann sichtlich bewegt. „Dennoch ist es ein tolles Gefühl hier dabei zu sein und helfen zu können.“

Gegen zwei Uhr erreichten die Helfer wieder das DRK-Haus in Oberderdingen. „Trotz der sehr belastenden Eindrücke für unsere Helfer, war dies mit Sicherheit nicht der letzte Einsatz dieser Art“, ist sich Bernd Stromenger sicher.

Text und Bilder: DRK OV Oberderdingen

Weitere Quellen:
Friedensdorf International

BR3 Kompakt Reportage